Frankreichaustausch 25/26: Besuch der deutschen Schüler in Frankreich vom 11. - 18.03.26

Am Mittwoch, den 11.03.2026 haben wir 17 Schülerinnen und Schüler uns morgens am Busbahnhof eingefunden, um gemeinsam unseren Rückbesuch zu unseren französischen Austauschpartner nach Marchiennes in Nordfrankreich anzutreten. Unsere Fahrt führte uns durch die Niederlande und schließlich durch Belgien, hier und da gab es einen kurzen Stopp, bis wir die Grenze zu Frankreich passierten. Gegen 16 Uhr trafen wir dann in Marchiennes ein, wo uns die Schulleitung bei einem kleinen Empfang willkommen hieß. Anschließend sind wir mit unseren Austauschpartner in unsere Gastfamilien gefahren.

Am Donnerstag haben wir mit unseren Austauschschülern einen Ausflug nach Lille gemacht. Gegen 8:30 Uhr sind wir aus Marchiennes mit dem Bus losgefahren, um die anderen Schüler in Flines, der zweiten Partnerschule, abzuholen. Nach einer Stunde Fahrt haben wir uns in Lille auf den Weg in die Fußgängerzone gemacht. Zu Beginn haben wir eine Stadtführung inklusive einer Stadt-Rallye unternommen, wo wir interessante Fakten über Lille erfahren haben, außerdem haben wir sehr schöne Gebäude gesehen. Nach der Rallye hatten wir etwas freie Zeit in der Innenstadt, um zu essen und zu bummeln. Zum Schluss waren wir im Kunstmuseum (Palais des Beaux-Arts de Lille). Hier haben wir etwas über die Verteidigung Lilles gelernt und ein beeindruckendes Relief bestaunt. Wieder zurück in Marchiennes, hat jeder den restlichen Tag in seiner Gastfamilie verbracht.

Am Freitag waren wir in der Schule und haben unsere Schulaufgaben aus Deutschland gemacht. Außerdem durften wir am Unterricht der Franzosen teilnehmen. In ihrem Deutschunterricht haben wir erklärt, wie man „zusammenarbeiten“ richtig schreibt. Glücklicherweise war Getrennt- und Zusammenschreibung noch kürzlich unser Thema in Deutsch. 😉 Am Mittag haben wir in der Mensa gegessen und durften sogar als erste hinein. Das Essen war leider nicht so lecker und da in der Mensa gestaffelt gegessen wird, hatten wir auch weniger Zeit zum Essen als üblich. Den Rest der Mittagspause haben wir dann auf dem Schulhof gebracht.

Nach der Mittagspause sind wir zu sechst mit Herrn Couche und Frau Borken zu einer nahegelegenen Grundschule gegangen, um dort Werbung für die deutsche Sprache zu machen. Die Kinder haben uns nett mit einem deutschen Lied über Zahlen und Buchstaben empfangen. Wir haben uns vorgestellt und danach die Fragen der Kinder beantwortet. Sie waren sehr neugierig und wollten vieles über die Schule in Deutschland, unsere Feiertage und auch über die Wahl der Fremdsprache erfahren. Anschließend haben wir mit den Kindern in Gruppen noch verschiedene Spiele zu Zahlen und Farben gespielt, die die Grundschüler zuvor eingeübt hatten. Als Dank haben sie uns dann zu ihrem „goûter“ eingeladen, einem traditionellen französischen Nachmittagssnack. Délicieux!

Am Abend konnten wir das kommende Wochenende mit einer Party in der Mensa einleiten. Bei einem schönen Buffet haben wir einige tolle Stunden zusammen verbracht.

Das Wochenende verbrachten wir in unseren Gastfamilien, die mit uns verschiedene Ausflüge unternahmen. Zum Teil haben wir uns auch zu Aktivitäten in kleineren Gruppen getroffen. Die Fotos zeigen einige Eindrücke.

Am Montag hatten wir die Gelegenheit, am Unterricht der französischen Schüler teilzunehmen. Außerdem haben wir den hiesigen Sechstklässlern die deutsche Sprache vorgestellt. Die Franzosen waren sehr interessiert, da sie im folgenden Jahr die Möglichkeit haben, Deutsch als 2. Fremdsprache zu wählen. Anschließend haben wir den Film Willkommen bei den Sch‘tis gesehen, dies ist der am häufigsten angesehene Film Frankreichs. Er spielt in Bergues, einer Stadt in Nordfrankreich. Das war ein interessanter und lehrreicher Tag mit vielen realistischen Einblicken in den französischen Schulalltag.

Am folgenden Dienstag sind wir um 07:30 Uhr nach Arras aufgebrochen. Dort angekommen, bekamen wir eine Führung im Carrière Wellington, einem alten Steinbruch, der während der beiden Weltkriege zu militärischen Zwecken genutzt wurde. Ausgestattet mit Helmen und Kopfhörern für den Audioguide, sind wir mit einem Fahrstuhl 20 Meter unter die Erde gefahren. Ein echtes Erlebnis, das stellenweise auch ein wenig gruselig war! Zur Mittagszeit haben wir dann noch den Glockenturm von Arras bestiegen, von wo aus man einen herrlichen Blick auf den Marktplatz und die Umgebung der Stadt hat. Nach der Besichtigung konnten wir noch ein wenig in der Stadt bummeln, bevor es wieder nach Marchiennes zurück ging.

Au revoir und Adieu hieß es schließlich am Mittwoch als wir nach einer ereignisreichen und spannenden, aber auch ermüdenden Woche nach Hause zurückkehrten. Im Bus wurde gespielt und Serien geschaut, andere holten noch ein wenig Schlaf nach. Gegen 16:00 Uhr trafen wir dann in Meppen ein, wo wir von unseren Familien bereits erwartet wurden.

Text und Fotos: Doris Borken