Projektwoche am WGM – Vollgas voraus!

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Auf den Gängen duftet es nach Kleber und Farbe. Während vor manchen Türen absolute Stille herrscht, wird in anderen Räumen laut diskutiert, musiziert, Theater gespielt, gebastelt und gewerkelt, gespielt und gelernt. Kurz? Die Vorbereitungen für das 375 jährige Schuljubiläum laufen auf Hochtouren.

Ich stehe mit dem Auto an einer roten Ampel. Mein Stresspegel steigt. Die nach dem Abitur lang erarbeitete Ruhe scheint von jetzt auf gleich der Vergangenheit anzugehören. Immer noch kein Parkplatz, die Ampel ist weiterhin rot. 58,59,60 es ist 7:40 Uhr und eigentlich sollte ich bereits für die letzten Vorbereitungen der Projektwoche in der Schule sein. Nach knapp einem halben Jahr ohne geregelten Tagesablauf? Ein zumindest annehmlicher Start in die Woche.

In den Räumen des Windthorst-Gymnasiums  angekommen erwartet mich eine überraschend große Truppe wissbegieriger junger Menschen, die darauf brennen, zumindest für die Zeit der Projektwoche Journalisten zu werden. Im Vergleich zum letzten Mal, als ich hier war, haben sich anscheinend nur die Listen des Lehrerkollegiums, die Apps auf den Handys der Schüler und ich mich selbst verändert. Alles andere fühlt sich merkwürdig vertraut an. Dieses eine Mal bin ich jedoch auch nicht als Schülerin hier, sondern um die jungen Nachwuchsjournalisten auf ihrer kleinen Reise durch die Schulgeschichte, sowie den vielen Projekten zu begleiten.

Nach einem kurzen Kennenlernen geht es weiter mit den theoretischen Inhalten. Tipps und Tricks für gute Fotos, Berichte, Interviews und Reportagen? Werden ausgetauscht, um daraufhin in kleinen Reporterteams die Schule unsicher zu machen. Ausgestattet mit Reporterausweisen geht es in die Proben für das diesjährige Theater-Stück „Der Prozess um des Esels Schatten“ und einen Beitrag der Gruppe WGM Goes Pop, den Bau von Nistkästen für die unterschiedlichsten Vogelarten, sowie das Basteln von Wikinger-Schwertern. Das ist jedoch nur ein kleiner Einblick. Die engagierten Schülerinnen und Schüler befassen sich auch mit verschiedenen Kulturen, so findet bspw. ein Polenaustausch statt und es werden Einblicke in Gran Canária geboten. Auch ein mit der Zeit leider immer wichtigeres Thema findet hier seinen Anklang. Rassismus. Blickt man auf die diesjährigen Bundestagswahlen zurück, sowie die Entwicklungen von Ländern wie Amerika, Frankreich, Polen und Ungarn nehmen die rassistische Denkweisen und Weltanschauungen zu. Ein Zeichen setzen die politisch interessierten SchülerInnen mit einer Unterschriftenliste in der sie mind. 70% aller Mitwirkenden der Schule verzeichnen lassen möchten.

375 Jahre Schule? Also für die Schülerinnen und Schüler des Windthorst-Gymnasiums die Aufforderung sich mit der Vergangenheit, der Zukunft und der schönen Gestaltung unseres Alltags auseinanderzusetzen. Ich bin dankbar dafür, diese Einblicke bekommen zu haben und freue mich, wenn die SchülerInnen auf dem Schulfest die Möglichkeit erhalten, erwartungsvollen Gästen diese breite Palette an spannenden Inhalten zu vermitteln und die Zuschauer zu unterhalten. Eine Projektwoche voller Erfahrungen, die sicher lange in Erinnerung bleiben wird und nachhaltig Wissen geschaffen hat.

von Lena Bohnenstengel, ehemalige Schülerin (Abschluss: 2017)

 


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